Täglich werden 2000 Blutspenden in Bayern benötigt, die der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes sicherstellt. Bei den Terminen helfen die Ehrenamtlichen der örtlichen BRK-Bereitschaften tatkräftig mit. Diese haben sich angeschaut, was mit den Blutspenden nach den Terminen passiert.
Tirschenreuth. (exb) Im Logistik- und Produktionszentrum des BRK-Blutspendedienstes in Wiesentheid wurden die ehrenamtlichen Rotkreuzler aus dem Kreisverband Tirschenreuth im BRK durch die Leiterin der Spenderbetreuung und Terminorganisation Sylvia Günther, sowie Gebietsreferent Rainer Endres begrüßt. Hier landen nachts sämtliche Blutspenden aus ganz Bayern und werden direkt weiterverarbeitet. Nach einem kleinen Frühstück startete die erste Gruppe direkt mit der Besichtigung, damit alle die Verarbeitung der Blutspenden des Vortages live sehen konnten.
Parallel wurde die zweite Gruppe von Projektleiter Steffen Lemser und Dominik Weikert auf die "Digitale Anamnese" (DIA) eingewiesen, die in den nächsten Monaten nach der Validierung des Systems ausgerollt wird. Durch die DIA wird der BRK-Blutspendedienst der Digitalisierung gerecht und verbessert die Datenqualität. Außerdem wird der bundesweit einheitliche Fragebogen umgesetzt.
Bei den Blutspendeterminen bekommen die Spender dann an der Registrierung von den Helfern statt mehreren Blättern ein Armband mit einem QR-Code angelegt. Der Spender-Fragebogen wird künftig nicht mehr auf einem kleingedruckten Formular angekreuzt, sondern am Tablett durchgeklickt. Wie dies funktioniert, erprobten die Tirschenreuther Rotkreuzler nachdem beide Gruppen die Präsentation und Besichtigung durchlaufen hatten.
Die älteste aktive Helferin des Kreisverbandes Tirschenreuth, Anneliese Huhnke (86) aus Erbendorf, bestätigte anschließend, dass sich der Fragebogen am Tablett super ausfüllen lässt und vor allem gut lesbar ist. Ungewohnt waren auch für sie die neuen, teilweise sehr intimen und zugleich direkten Fragen, die nicht vom BRK-Blutspendedienst stammen, sondern bundesweit vorgeschrieben sind.
Nach der Einweisung beantwortete Günter noch die Fragen, ehe es zum Mittagessen weiterging. Als kleines Dankeschön für ihr enormes Engagement um die Blutspenden, lud der Kreisverband Tirschenreuth im BRK seine Helfer noch zu einer Weinbergführung ein. Auf der Heimreise dankte der stellvertretende BRK-Kreisgeschäftsführer Sven Lehner seiner Mitarbeiterin Berta Steckbauer für die Organisation des Ausflugs.
Quelle: Der neue Tag / onetz.de